Das Stück


Die Saison 2018 zeigt:

 

JOHANN

 

Lustspiel in 3 Akten von Theo Lingen

 

Wie verhält sich der perfekte Kammerdiener (Johann), wenn sein betagter, im Minnedienst ergrauter Graf eine wesentlich jüngere, verwitwete Baronin ehelicht, die sich nicht nur als ehemaliges Stubenmädchen, sondern auch als Johanns Verflossene entpuppt?

Aristokratisch nobel!

25 Jahre später wird sein ihm wie aus dem Gesicht geschnittener Sohn auf das Anwesen Schloss Zierndorf eingeladen, um dem jungen Grafen aus finanziellen Nöten zu helfen und setzt die Tradition fort. Dass er dabei auf seine leibliche Mutter trifft, ahnt Sohn Michael allerdings noch nicht.

Zum Autor

Theo Lingen, mit bürgerlichem Namen Theo Schmitz, 1903 als Anwaltssohn in Hannover geboren, gestorben 1978, begann seine Schauspielerlaufbahn während der Inflation nach dem 1. Weltkrieg. Nach Provinzengagements kam er nach Frankfurt, das als Sprungbrett für Berlin galt, und ging anschließend tatsächlich in die Hauptstadt, wo er mit den prominentesten Theaterleuten arbeiten konnte. Mit Beginn des Tonfilms um 1930 arbeitete er mehr und mehr beim Film, was ihm seine ungeheure Popularität einbrachte. Typisiert, wie das beim Film üblich war (wie auch bei Hans Moser, Grethe Weiser uva.) war er ein ganz hervorragender Charakterspieler am Theater, wie z.B. als Oberlehrer Krull in Sternheims „Kassette“ oder Albert Einstein an Dürrenmatts „Physiker“. Ab 1933 gab es in der NS-Zeit Schwierigkeiten, geeignete Komödien zu finden, da ein Großteil entweder unerwünscht oder vom Regime verboten waren. Damals versuchte er sich als Bühnenautor mit großem Erfolg. Seine Komödie „JOHANN“ bearbeitete er mit seinem engen Mitarbeiter Franz Gribitz zu einem Drehbuch. Allerdings wurde der Film von der NS-Zensur um wesentliche Teile gekürzt und beschnitten, was den Erfolg erheblich schmälerte.

Die Sommerspiele Grein zeigten bereits 1995 mit großem Erfolg Theo Lingens Komödie „Theophanes“, die er ebenfalls mit Franz Gribitz schrieb.

In der diesjährigen Saison freut es uns daher besonders, dass wir Ihnen zu unserem 55. Jubiläum wieder einen kaum bekannten Komödien-Schatz von Theo Lingen zeigen dürfen.


PREMIERE Samstag 8. Juli 2017 – 19:00

gespielt wird von 9.Juli 2017 bis 3.September 2017

Freitag und Samstag 19:00 Uhr / Sonntag 17:00 Uhr    Kartenpreise: € 20,-- bis € 35,--

 

Zum Inhalt

Der pensionierte Witwer Leopold bietet seinen Bekannten Agnes und Alexander eine Senioren-WG mit Kostenbeteiligung auf Lebenszeit an. Plötzlich geht es in der Wohngemeinschaft turbulent zu, denn Alexander, der älteste Mitbewohner, ist frisch verliebt.

Seine beiden Mitbewohner wittern einen Skandal in Form einer wesentlich jüngeren Geliebten, denn plötzlich ist die Rede von gezupften Augenbrauen, neuem Aftershave und sogar von Face-Lifting. Zwar ist Mimi, die Herzensdame auch schon am Weg zum Siebziger, skandalträchtig ist die Liebe trotzdem:

Mimi ist seit 50 Jahren glücklich verheiratet.

Dann stirbt plötzlich Mimis Mann. Agnes und Leopold argwöhnen ein Verbrechen und schon steht auch der Inspektor vor der Türe, um den Fall zu lösen.

Mit viel Situationskomik und dynamischen Dialogen zeigt der Autor Andreas Fritjof, dass es für die Liebe kein Ablaufdatum gibt. Späte Liebe, pikant serviert mit einem Hauch Kriminalistik!

 

Zum Autor

Andreas Fritjof (Dirk Waaders) studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg und gehörte den Ensembles am Deutschen Theater Göttingen, in Rostock, Trier und am Staatstheater Main an.

Seit 2000 ist er freiberuflich tätig, u.a. in Düsseldorf, Frankfurt und Aachen. Am Vorarlberger Volkstheater führte er Regie bei Agatha Christies „Die Mausefalle“ und Ray Cooneys „Taxi Taxi“. Bei den Scherenburgfestspielen in Gemünden inszenierte er „Das Wirtshaus im Spessart“. Seit 2003 is er auch als Theaterautor tätig.

HERBSTZEITLOSE LIEBE, 2004 am Ohnsorgtheater uraufgeführt, wurde ebenfalls am Kurfürstendamm (mit Edith Hancke) und an der Komödie Frankfurt (mit Wolfgang Spier) aufgeführt und hatte im Januar 2012 seine flämische Erstaufführung am EWT-Theater Deurne/Antwerpen.

 

Andreas Fritjof lebt in Stuttgart.


 

 

RÜCKBLICK 2016

DIE AUSTER - Komödie von Didier Caron 

Deutsch von Thomas Stroux

 

Bernard und Viviane könnten einfach gemeinsam den Ruhestand genießen.

Stattdessen vernachlässigt Bernard, der sich seit seiner Pensionierung wie eine Auster verschließt, Viviane nicht nur, er ist auch krankhaft eifersüchtig. Als der Name Olivier

wiederholt im Terminkalender seiner Frau auftaucht, zweifelt er nicht daran, einem

Nebenbuhler auf die Schliche gekommen zu sein. Tief verletzt geht er zum Gegenangriff

über und erfindet selbst eine jüngere Geliebte, um Viviane eifersüchtig zu machen.

Doch die durchschaut seine Verdächtigungen und will Bernard ein für alle Mal kurieren.

Sie tut, als sei der junge Olivier, in Wahrheit ein Kollege, wirklich ihr Liebhaber und fordert Bernard auf, ihr die „Geliebte“ vorzustellen. Als dieser eine drittklassige Schauspielerin engagiert, die kein Fettnäpfchen auslässt, und Viviane Olivier überreden kann, mitzuspielen, verabredet man sich ganz aufgeklärt zu viert…

 

 

RÜCKBLICK 2015

WIE ZERRONNEN, SO GEWONNEN

Minna (Christine Renhardt) war einmal eine begehrte Schauspielerin, ein Männer verschlingender Vamp. Jetzt ist sie Mitte 60 und ohne Engagement, lebt alleine in der heruntergekommenen Villa ihrer Eltern und ernährt sich hauptsächlich flüssig. Bewahrt hat sie sich ihren Stolz und ihre Freude am Leben.

Ihre Schwester Else (Gertraud Frey) war schon immer das Gegenteil. Die unscheinbare graue Maus wurde Finanzbeamtin und führte ein ebenso geordnetes wie langweiliges Leben.

Nach Jahrzehnten der Funkstille zwischen den Schwestern taucht sie plötzlich bei Minna auf, um ihr Teil am elterlichen Erbe zu fordern. Das ist jedoch längst verpfändet, der Gerichtsvollzieher steht schon vor der Tür. Dass ausgerechnet jetzt die Zahlenreihe gezogen wird, die Minna seit Jahren im Lotto spielt, scheint ein Geschenk des Himmels – bis sich herausstellt, dass sie im Vollrausch diesmal wohl vergessen hat, den Schein abzugeben. Doch das weiß ja niemand außer Else… Plötzlich hofiert von Banken, die ihr vorher den Kredit kündigen wollten, verfolgt von der Presse, umworben von der bislang boshaften Nachbarin und zur Ehrenbürgerin der Stadt ernannt, muss Minna nichts tun als schweigen, um wie eine Millionärin zu leben. Und Schwester Else hält dicht – denn sie hat selbst ein dunkles Geheimnis…